Weihnachtsausstellung 2004

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Weihnachten im Dippoldiswalder Museum

Von Rikarda Groß (Text) und Prof. Dr. Adolf Heger (Fotos)
(Vorabdruck aus den "Reichstädter Nachrichten", Heft 12, Dezember 2004)

Die diesjährige Weihnachtsausstellung im Dippoldiswalder Museum bietet wieder eine große Vielfalt an Volkskunst und Kunsthandwerk aus dem Osterzgebirge. 15 Räume im barocken Wohnhaus des Gerbermeisters wurden dafür umgestaltet und ausgeschmückt.

Der Rundgang beginnt traditionell in der alten Lederkammer.

Hier dominieren in diesem Jahr geschnitzte Werke von Rolf Steinbach aus Weixdorf, 

dazu gehören der Dippoldiswalder Weihnachtsberg,

vier Weihnachtsliederberge, der "Hornsberger Erdmännelberg" 

sowie eine orientalische Weihnachtskrippe. 

Im "Hornsberger Erdmännelberg" erzählt der Volkskünstler seine Geschichten vom Fleiß der kleinen Leute und den Gefahren von Macht und Geld.

Erstmals in einer Ausstellung ist seine orientalische Krippe. 

An ihr arbeitete Rolf Steinbach zusammen mit seiner Frau Helga in den letzten Jahren. 

Auf dem etwa 1,5 m² großen Schnitzwerk sind neben den bekannten Darstellungen der Christgeburt in Bethlehem viele Episoden aus dem Leben und Wirken Jesu zu sehen.

Die Vitrinen und Regale sind unter anderem gefüllt mit Arbeiten von Gerolf Bobe aus Müglitz, Heiko Erler aus Reichstädt, dem Freitaler Schnitzzirkel, Dieter Gahmig aus Colmnitz, Bernd Hübler aus Lauenstein, Günter Klein aus Malter, Rudolf Liebschner aus Oberfrauendorf, Gottfried Lösel aus Dorfhain, Rudolf Möckel aus Dresden, Siegfried Schmidt aus Dippoldiswalde, Karl-Heinz Wachsmuth aus Freital, Jürgen und Astrid Weinrich aus Schlottwitz und Eberhard Zimmermann aus Niederfrauendorf. 

Den Kindern wird sicher die bunte, gestrickte Krippe von Astrid Weinrich besonders gut gefallen. 

Von Herbert Ranft aus Glashütte ist die Stockwerkpyramide mit der Krippendarstellung, Bergmann- und Waldmotiven zu sehen.

Auf einer großen Drehscheibe fährt eine Eisenbahn, in der der Weihnachtsmann mit Geschenken sitzt. 

Der Schmiedeberger Volkskünstler Heinz Büttner (1929 bis 1996) baute dieses elektromechanische Werk in den 90er Jahren.

Pyramiden und Schwibbbögen, Engel und Bergleute tragen mit ihren Lichtern zur besonderen Atmosphäre im ganzen Haus bei. 

Von der kleinsten Pyramide in der Nussschale bis zur 2,50 m hohen Märchenpyramide ist alles vertreten. 

In der ersten Etage ist ein Raum dem Schmiedeberger Herbert Kohl gewidmet, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feierte. 

Es werden Pyramiden und Traditionsfiguren, kunsthandwerkliche Leuchter und Dosen und als besonderer Höhepunkt seine aus 177 Figuren bestehende, gedrechselte Bergparade gezeigt. 

Angelika Blaschek aus Reichstädt fertigte Weihnachtskarten

 und mobilen Deckenschmuck 

und das Café Achat spendete wieder, wie jedes Jahr, ein großes, verführerisch duftendes Pfefferkuchenhaus.

Die Häuselmacher aus Rechenberg-Bienenmühle schufen für die diesjährige Weihnachtsausstellung ein beleuchtetes Lichterfenster. Es wurde dem "Auerbacher Fensterbrettel" nachempfunden.

Rolf Becker aus Pesterwitz sorgt mit seinen bunten Knetemänneln für Farbenfreude im so genannten Thümmelzimmer, welches seinen Namen nach dem Dippoldiswalder Holzbildhauer Paul Thümmel erhielt, dessen kunstvoll geschnitzte Möbel hier stehen. 

Natürlich drehen sich im großen Vortragsraum auf dem Rummelplatz wieder Karussells, Riesenräder sowie Berg- und Talbahn. 

Hier hämmert auch die Bergschmiede von Herbert Ranft aus Glashütte und die Mühlenräder der Wasser- und Windmühle von Heinz Büttner drehen sich.

Von Rolf Steinbach sind auch in der 1. Etage mehrere Werke zu sehen, dazu zählen ein großes Märchenhaus, 

zwei Hornsberger Weihnachtsfenster, 

ein Weihnachtsliederbuch 

sowie ein Volksliederberg, 

an dem die Besucher ihr Volksliederwissen testen können. 20 Liedverse verschiedener deutscher Volkslieder stellt Rolf Steinbach in diesem Schnitzwerk dar.

Nachdem im vergangenen Jahr die Teddybären in einem Raum zu sehen waren, sind es dieses Mal die beliebten Puppen, die Freude und Erinnerungen an alte Zeiten aufkommen lassen. 

Margit Rintz, Inhaber der "Puppenwelt" aus Dresden-Laubegast, zeigt Teile ihrer nostalgischen Puppensammlung. Im Kinderschlitten sitzen von Christine Köhler aus Sadisdorf restaurierte und neu eingekleidete Gliederpuppen aus den 1970er Jahren.

An den Wochenenden führen Volkskünstlerinnen und Volkskünstler Schauarbeiten vor und die Besucher können ihnen dabei über die Schulter schauen und manch schönes Stück auch käuflich erwerben.

14 verschiedene Bastelbögen mit Volkskunstmotiven aus dem Erzgebirge sowie Druckerzeugnisse zur Kunst und Volkskunst unserer Region werden zum Kauf angeboten.

Die Ausstellung läuft bis zum 20. Februar 2005
und hat wie folgt geöffnet:

Dienstag bis Sonntag

10 bis 17 Uhr

am 25. und 26. Dezember

13 bis 17 Uhr
Montags sowie am 24. und 31. Dezember geschlossen

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