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Meine Frau und ich verstehen nun den tieferen Sinn des Spruches
Heimat
ist kein Ort,
Heimat ist ein Gefühl ...
Zehn Jahre wohnten wir in Reichstädt,
das jetzt zu Dippoldiswalde
gehört. Hier fand ich 1995 in "meinem
zweiten Leben" ein neues Umfeld mit neuen Aufgaben. Zu letzteren
gehörten vor allem meine Aktivitäten als Redakteur und Layouter der
inzwischen im wahrsten Sinne des Wortes weltweit bekannt gewordenen - weil
seit Jahren im Internet angebotenen und auch dort gern gelesenen -
Dorfzeitung "Reichstädter Nachrichten". Aber
auch die Mitarbeit im Heimatverein Reichstädter
Windmühle e. V., dem meine Frau und ich nach wie vor angehören, hat
uns viel Freude bereitet.
Woran meine Frau und ich bei unserem
Umzug von Dresden nach Reichstädt Ende 1994 überhaupt nicht gedacht
hatten, war aber nach fast zehn Jahren Wirklichkeit geworden: Wir mußten
noch einmal umziehen. Der Grund für den Umzug lag ausschließlich im
Verkauf des Hauses, in dem wir wohnten. Unser sehnlichster Wunsch,
Reichstädter zu bleiben, ließ sich trotz der anerkennenswerten
Bemühungen vieler - allen voran Horst Bellmann - leider nicht
verwirklichen. Auch viele andere Mitbürger haben mit uns - leider
vergeblich - nach einer Lösung gerungen. Horst Bellmann, dem ehemaligen
Reichstädter und Dippoldiswalder Bürgermeister, haben wir es letztlich
in erster Linie zu verdanken, dass wir in der Ruppendorfer
Bauträgergesellschaft mbH einen Vermieter gefunden haben, der uns eine
Wohnung genau nach unseren Vorstellungen bieten konnte. Seit 19. Oktober
2004 sind wir nun offiziell Bürger von Höckendorf, OT Ruppendorf.
Daß der Umzug so glatt und ohne
Pannen verlaufen ist haben wir vor allem dem Küchen Studio Lorenz in
Dippoldiswalde, dem Team vom Montageservice Zimmermann und Mende sowie
vielen anderen zu verdanken, die uns uneigennützig unterstützten. Unser
besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Söhnen Andreas und Markus,
unserem Enkel Sebastian sowie Tilo Mende vom Heimatverein
Reichstädter Windmühle e. V., ohne deren aktive Mitwirkung wir den
Umzug hätten schwer realisieren können.
Die Befindlichkeiten vieler
Reichstädter Einwohner brachte mein Freund und Redaktionskollege Horst
Schulz in einem Beitrag der Oktober-Ausgabe 2004 der "Reichstädter
Nachrichten" zum Ausdruck:
"Sie haben es wahrscheinlich
schon gehört: Prof. Dr. Adolf Heger zieht noch in diesem Jahr mit
seiner Frau nach Ruppendorf. Ein Besitzerwechsel des Hauses, in dem sie
bisher wohnten, zwang zu diesem Schritt, und das für sie beste Angebot
kam aus dem Nachbarort.
Das veranlasst automatisch die besorgte Frage nach dem weiteren
Schicksal unserer Dorfzeitung. Es ist eindeutig das Verdienst Prof.
Hegers, dass diese auf ein hohes Niveau gebracht wurde und nicht nur von
den Abonnenten, sondern auch weltweit im Internet geschätzt wird.
Sein Weggang von Reichstädt wird das, was er mit viel Fleiß, Können
und Liebe aufgebaut hat, jedoch nicht in Gefahr bringen. Es ist nur
folgerichtig, dass er unserer Redaktion seine weitere Mitarbeit zusagte.
Wie er selbst betonte, ist dafür neben der engen Verbundenheit mit
unserer Zeitung auch die harmonische Zusammenarbeit aller Redakteure ein
wichtiger Grund.
Sie werden also die "Reichstädter Nachrichten"
weiterhin lesen und durch Ihre Beiträge selbst mit gestalten
können."
Und so sind wir mit dem Herzen immer
noch Reichstädter, obwohl ich nicht verkenne, dass sicher auch unser
neues Umfeld ("Neue Heimat" wäre verfrüht!) vielerlei
Ansatzpunkte für ein persönliches Engagement bietet. Denn auch in
Höckendorf mit seinen Ortsteilen (darunter auch mein neuer Wohnort
Ruppendorf) gibt es vielleicht auch für mich noch etwas zu tun, um
"Farbe in den weißen Fleck" zu bringen, wie es Franz Herz in
der Sächsischen Zeitung, Lokalausgabe Dippoldiswalde, von 21. Januar
2005, Seite 13 wie folgt zum Ausdruck brachte:
Farbe für den
weißen Fleck
Höckendorf lässt sich mit seinem Tourismusangebot nicht
in die Ecke drängen.
Franz Herz, Redakteur der Lokalausgabe Dippoldiswalde der
Sächsischen Zeitung
Von wegen weißer Fleck.
Ausführlich entgegnete die Gemeinde Höckendorf dem Regionalen
Planungsverband in Dresden. Dieser hatte in seinem Entwurf für den
neuen Regionalplan das Gemeindegebiet touristisch einfach als weiße
Fläche auf der Karte eingetragen. Demnach würde es dort nicht einmal
Ansätze für Tourismus geben. Ausführlich stellte Bürgermeister
Jürgen Schreckenbach (Mandat CDU) dar, was Höckendorf touristisch
alles zu bieten hat (s. unten) und informierte darüber am Dienstag (18.
Januar 2005) den Gemeinderat.
Höckendorf verstand diese Einstufung wohl doch als Mahnung. Zeigt sie
doch, wie die Gemeinde in Dresden wahrgenommen wird. Außerdem richtete
Gunter Fichte, ein ortsansässiger Reisebegleiter, einen Aufruf an den
Gemeinderat, dass sich Höckendorf nicht nur auf den Ausbau seiner
touristischen Angebote im Ort beschränken, sondern mehr nach außen
darstellen sollte.
So war Karsten Gräning im Gemeinderat eingeladen, Geschäftsführer der
Fremdenverkehrsgemeinschaft "Silbernes Erzgebirge". Er stellte
die Aktivitäten des Verbandes vor und die Bedingungen, zu denen eine
Mitarbeit möglich ist. Sollte sich die Gemeinde zu einer Mitgliedschaft
im Silbernen Erzgebirge entscheiden, kämen ein Jahresbeitrag von 500
bis 600 Euro und 125 bis 150 Euro Werbeumlage auf sie zu. Höckendorf
ist bisher in keiner Fremdenverkehrsgemeinschaft dabei. Nun spricht der
Bürgermeister mit den Tourismusunternehmern über eine Mitgliedschaft
im "Silbernen Erzgebirge". Danach entscheidet die Gemeinde, ob
sie beitritt und damit etwas Farbe auf den weißen Fleck malt.
Tourismus in Höckendorf
- 148 Gästebetten gibt es im
Gemeindegebiet.
- 17 500 bis 20 000
Übernachtungen pro Jahr.
- Exponierte Lage zwischen den
Talsperren Malter und Klingenberg. Letztere liegt mit auf
Territorium des Ortsteils Obercunnersdorf.
- Das 4-Sterne-Hotel
"Erbgericht" zieht Gäste vor allem aus Bayern,
Nordrhein-Westfalen und dem Raum Berlin an.
- Freizeitangebote: Tiergarten,
Wandergebiet Höckendorfer Heide, Wellness, Mini-Golf, Schwimmbad,
Tennis, Beachvolleyball.
Quelle: Gemeinde Höckendorf
Erste Ansatzpunkte für mein
Wirksamwerden in meiner neuen Umgebung sehe ich in einer aktuellen
Berichterstattung über Ereignisse im Ort auf der Laufleiste meiner
Homepage, ohne mich jedoch in die offizielle Homepage von
Höckendorf
integrieren zu wollen. Auf dieser allerdings wird schon seit geraumer Zeit
ein völlig überarbeiteter Internetauftritt angekündigt, der - auch im
Hinblick auf die obigen Ausführungen zu den Tourismusbemühungen -
hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten läßt.
(geschrieben am 22.
Januar 2005)
Nachtrag am 9. Juli 2005:
Da die Homepage von Höckendorf immer noch nicht aktualisiert wurde
verweise ich für Interessenten an meinem neuen Wohnort auf die sehr
informative Homepage des "Erbgerichtes
Höckendorf". |